Model Release kostenlos

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Model Release kostenlos herunterladen: Rechtssichere Grundlage für Foto- und Videoproduktionen

Wer Menschen für Unternehmenswebseiten, Werbekampagnen, Social Media, Recruiting oder andere kommerzielle Produktionen fotografiert oder filmt, sollte nicht erst bei der Veröffentlichung darüber nachdenken, ob die entstandenen Aufnahmen tatsächlich genutzt werden dürfen. Ein professionelles Model Release gehört deshalb zu den wichtigsten vertraglichen Grundlagen einer Foto- oder Videoproduktion.

Gerade in der Praxis zeigt sich immer wieder: Dass sich eine Person fotografieren oder filmen lässt, bedeutet noch lange nicht, dass die Aufnahmen anschließend zeitlich unbegrenzt auf Webseiten, Instagram, LinkedIn, in Werbeanzeigen oder für andere Unternehmenszwecke eingesetzt werden dürfen.

Um Fotografen, Agenturen und Unternehmen hierfür eine praxistaugliche Grundlage zur Verfügung zu stellen, habe ich ein aktuelles Model Release entwickelt, das auf hoesmann.legal kostenlos heruntergeladen und verwendet werden kann.

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Die Nutzung ist kostenfrei.

Voraussetzung ist lediglich, dass der Hinweis auf hoesmann.legal im Dokument erhalten bleibt.

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Warum ein Model Release so wichtig ist

Bei Fotografien und Videos von erkennbaren Personen treffen mehrere Rechtsbereiche aufeinander. Neben dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht spielt insbesondere das Recht am eigenen Bild eine zentrale Rolle.

§ 22 Kunsturhebergesetz stellt hierfür einen wesentlichen Grundsatz auf: Bildnisse dürfen grundsätzlich nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden.

Zwar kennt § 23 KUG Ausnahmen, beispielsweise bei Bildnissen aus dem Bereich der Zeitgeschichte, Personen als bloßem Beiwerk oder Aufnahmen von Versammlungen. Für klassische Werbe-, Unternehmens- und Contentproduktionen sollte man sich darauf jedoch regelmäßig nicht verlassen.

Hinzu kommt das Datenschutzrecht. Foto- und Videoaufnahmen, auf denen Personen identifizierbar sind, können personenbezogene Daten darstellen. Art. 6 DSGVO verlangt für deren Verarbeitung grundsätzlich eine entsprechende Rechtsgrundlage. Neben einer Einwilligung kommt dabei insbesondere die Erforderlichkeit zur Durchführung eines Vertrags in Betracht.

Gerade deshalb ist es sinnvoll, die Zusammenarbeit zwischen Model und Unternehmen nicht auf eine mündliche Absprache oder eine allgemeine Zustimmung zum Fotografiertwerden zu reduzieren, sondern die wesentlichen Punkte vertraglich festzuhalten.

Ein Model Release schafft Klarheit für beide Seiten

Ein gutes Model Release soll nicht möglichst viele Rechte in möglichst komplizierter Sprache übertragen. Es soll vielmehr nachvollziehbar festlegen, was mit den Aufnahmen geschehen darf – und was nicht.

Für Unternehmen und Fotografen schafft dies Planungssicherheit. Für das Model wird transparent, für welche Zwecke die Bilder oder Videos eingesetzt werden können.

Besonders wichtig sind dabei Fragen wie:

  • Für welche Zwecke dürfen die Aufnahmen verwendet werden?
  • Sind Werbung und Social Media eingeschlossen?
  • Dürfen die Bilder bearbeitet werden?
  • Darf künstliche Intelligenz eingesetzt werden?
  • Können Aufnahmen an Agenturen und Dienstleister weitergegeben werden?
  • Ist die Nutzung zeitlich oder räumlich beschränkt?
  • Wird eine Vergütung gezahlt?
  • Muss das Model namentlich genannt werden?
  • Unter welchen Voraussetzungen kann eine zukünftige Nutzung beendet werden?
  • Wie werden personenbezogene Daten verarbeitet?

Je genauer diese Punkte bereits vor oder unmittelbar beim Shooting geregelt werden, desto geringer ist das Risiko späterer Auseinandersetzungen.

Das neue Model Release von hoesmann.legal

Das von mir entwickelte Muster ist insbesondere für Unternehmen, Fotografen, Agenturen und professionelle Content-Produktionen als auch für Models gedacht.

Es erfasst Foto-, Film-, Video- und gegebenenfalls Tonaufnahmen und sieht unter anderem Nutzungen für Unternehmenskommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Kundenkommunikation, Unternehmenspräsentationen sowie Recruiting und Employer Branding vor. Dabei werden ausdrücklich klassische Printmedien ebenso berücksichtigt wie Webseiten, Social Media, Newsletter, digitale Werbung, Veranstaltungen und audiovisuelle Medien.

Damit trägt das Model Release insbesondere der Realität moderner Unternehmenskommunikation Rechnung: Ein Foto wird heute kaum noch ausschließlich für eine Broschüre produziert. Häufig wird dasselbe Material anschließend auf der Unternehmenswebseite, bei LinkedIn, Instagram, in Stellenanzeigen, Präsentationen oder digitalen Werbekampagnen eingesetzt.

Diese Nutzungsmöglichkeiten sollten deshalb von Anfang an transparent geregelt sein.

KI-Bildbearbeitung: Das Model Release zieht bewusst eine Grenze

Ein Punkt war mir bei der Entwicklung des neuen Model Releases besonders wichtig: der Umgang mit künstlicher Intelligenz.

KI-basierte Werkzeuge gehören inzwischen zum normalen Produktionsalltag. Funktionen zur Retusche, Freistellung, Farbkorrektur oder generativen Erweiterung werden zunehmend direkt in Bildbearbeitungsprogramme integriert.

Das Model Release erlaubt daher grundsätzlich KI-gestützte technische Bearbeitungen.

Gleichzeitig zieht das Muster aber eine klare Grenze: Nicht automatisch erfasst sind die Erstellung synthetischer Darstellungen, digitaler Avatare, Face-Swaps oder künstlicher Stimmen des Models. Dafür ist eine gesonderte Vereinbarung erforderlich.

Das halte ich für einen wichtigen Punkt.

Zwischen der KI-gestützten Bearbeitung eines tatsächlich entstandenen Fotos und der Erzeugung neuer synthetischer Inhalte unter Verwendung der Identität einer Person besteht ein erheblicher Unterschied. Wer beispielsweise aus einigen Porträtaufnahmen anschließend einen digitalen Avatar erzeugen möchte, der beliebige Aussagen treffen oder in vollständig neuen Situationen dargestellt werden kann, sollte hierfür eine ausdrücklich darauf zugeschnittene Vereinbarung treffen.

Ein klassisches Model Release sollte dafür nicht als pauschaler Freibrief verstanden werden.

Auch die Interessen des Models müssen berücksichtigt werden

Eine belastbare Vereinbarung sollte nicht ausschließlich die Interessen des Nutzers der Bilder berücksichtigen.

Das Muster enthält deshalb ausdrücklich Schutzregelungen zugunsten des Models. Aufnahmen dürfen insbesondere nicht so verwendet oder bearbeitet werden, dass die dargestellte Person entstellt oder herabgewürdigt beziehungsweise in einen diskriminierenden, pornografischen, extremistischen oder sonst persönlichkeitsverletzenden Zusammenhang gestellt wird.

Das ist nicht nur rechtlich sinnvoll. Eine ausgewogene Vereinbarung erhöht auch die Akzeptanz auf Seiten der fotografierten Person.

Namensnennung und Vergütung eindeutig regeln

Auch scheinbar einfache Punkte führen in der Praxis immer wieder zu Missverständnissen.

Das Muster enthält deshalb Wahlmöglichkeiten dazu, ob keine Namensnennung erfolgen soll, der Name genannt werden darf oder lediglich ein Künstlername verwendet werden soll.

Ebenso kann festgehalten werden, ob das Model unentgeltlich tätig wird, ein Pauschalhonorar erhält oder eine andere Vergütungsregelung vereinbart wurde.

Gerade bei professionellen Produktionen empfiehlt es sich, solche Punkte nicht der Erinnerung der Beteiligten zu überlassen.

Was passiert, wenn das Model seine Bilder später nicht mehr verwendet sehen möchte?

Einer der schwierigsten Punkte bei Model Releases ist die Frage nach der Laufzeit und einer späteren Beendigung der Nutzung.

Für Unternehmen wäre es problematisch, wenn umfangreiche Kampagnen produziert werden und das Model kurze Zeit später ohne Weiteres verlangen könnte, sämtliche Veröffentlichungen einzustellen. Umgekehrt können sich Situationen entwickeln, in denen einer abgebildeten Person die weitere Nutzung ihrer Aufnahmen nicht mehr zugemutet werden kann.

Das Muster versucht deshalb, diese Interessen miteinander in Einklang zu bringen.

Grundsätzlich ist die Nutzung unbefristet vorgesehen. Liegt später ein wichtiger Grund vor, kann das Model unter den im Vertrag beschriebenen Voraussetzungen die Einstellung zukünftiger Nutzungen verlangen. Dabei sollen unter anderem bereits entstandene Produktionskosten und laufende Kommunikationsmaßnahmen berücksichtigt werden. Bereits produzierte Printmaterialien, Archivbestände oder von Dritten übernommene Veröffentlichungen müssen grundsätzlich nicht vollständig zurückgerufen werden.

Auch das entspricht der praktischen Realität: Ein einmal veröffentlichtes Bild lässt sich insbesondere im Internet oftmals nicht vollständig wieder „einsammeln“.

Datenschutz gehört heute in ein professionelles Model Release

Ein modernes Model Release darf sich aus meiner Sicht nicht ausschließlich mit dem klassischen Recht am eigenen Bild beschäftigen.

Das Muster enthält deshalb zusätzlich einen eigenen Datenschutzabschnitt. Dort werden unter anderem der Verantwortliche, die verarbeiteten Daten, mögliche Empfänger sowie die Betroffenenrechte des Models berücksichtigt. Das Dokument weist zudem darauf hin, dass insbesondere bei der Nutzung internationaler Plattformen eine Verarbeitung außerhalb der Europäischen Union beziehungsweise des Europäischen Wirtschaftsraums nicht ausgeschlossen werden kann.

Damit werden Persönlichkeitsrecht, vertragliche Regelungen und Datenschutz nicht isoliert betrachtet, sondern in einem einheitlichen Dokument zusammengeführt.

Kostenloser Download des Model Releases

Das Model Release von hoesmann.legal kann kostenfrei heruntergeladen und für eigene Foto- und Videoproduktionen verwendet werden.

Auch eine Anpassung an die konkrete Produktion ist selbstverständlich möglich.

Die einzige Voraussetzung für die kostenlose Nutzung: Der Hinweis auf hoesmann.legal muss im Dokument erhalten bleiben.

Damit möchte ich Fotografen, Agenturen und Unternehmen eine aktuelle und praxistaugliche Grundlage zur Verfügung stellen, die wesentlich über die teilweise noch immer verwendeten kurzen Einwilligungsformulare hinausgeht.

 

Praxis-Tipp: Model Release immer vor dem Shooting klären

Praxis-Tipp: Die Rechteklärung sollte nicht erst erfolgen, wenn die Kampagne bereits fertig produziert ist.

Idealerweise wird das Model Release vor Beginn des Shootings übersandt und spätestens vor beziehungsweise bei der Produktion abgeschlossen. Unternehmen sollten außerdem darauf achten, dass das unterschriebene Model Release später eindeutig der jeweiligen Produktion und den entstandenen Aufnahmen zugeordnet werden kann.

Bei größeren Produktionen empfiehlt sich deshalb zusätzlich eine nachvollziehbare Dokumentation von Shootingdatum, Projektbezeichnung und beteiligten Personen.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die geplante Nutzung über typische Unternehmenskommunikation hinausgeht – beispielsweise bei politischen Kampagnen, sensiblen Gesundheitsprodukten, Erotik, KI-Avataren, Voice-Cloning oder einer eigenständigen Weiterlizenzierung des Materials. In solchen Fällen sollte das Model Release individuell erweitert werden.

Fazit: Ein gutes Model Release schützt Produktion und Investition

Professionelle Fotos und Videos werden heute häufig über Jahre hinweg und über zahlreiche Kommunikationskanäle genutzt. Die rechtlichen Grundlagen dafür sollten deshalb ebenso professionell gestaltet sein wie die Produktion selbst.

Ein Model Release schafft Klarheit darüber, welche Aufnahmen für welche Zwecke verwendet werden dürfen, welche Bearbeitungen zulässig sind und welche Rechte das Model behält.

Das neue Model Release von hoesmann.legal berücksichtigt dabei klassische Bildnutzungen ebenso wie Social Media, Datenschutz und aktuelle Fragen rund um KI-gestützte Bildbearbeitung.

Das Muster kann kostenfrei unter Beibehaltung des Hinweises auf hoesmann.legal genutzt werden.

Bei größeren Kampagnen, ungewöhnlichen Nutzungsformen oder speziellen KI-Anwendungen empfiehlt sich allerdings weiterhin eine individuelle Prüfung. Denn auch das beste Muster kann nicht sämtliche denkbaren Produktions- und Nutzungssituationen abbilden.

Wenn Sie für Ihr Unternehmen, Ihre Agentur oder Ihre Produktion ein individuell angepasstes Model Release benötigen oder Fragen zur rechtssicheren Nutzung von Foto-, Video- oder KI-Inhalten haben, unterstütze ich Sie gerne bei der Gestaltung der notwendigen Vereinbarungen.

 

FAQ zum Model Release

Was ist ein Model Release?

Ein Model Release ist eine Vereinbarung zwischen der abgebildeten Person und demjenigen, der Foto- oder Videoaufnahmen verwenden möchte. Darin werden insbesondere die zulässigen Nutzungszwecke, Medien, Bearbeitungen und weitere Bedingungen der Veröffentlichung geregelt.

Brauche ich für jedes Fotoshooting ein Model Release?

Nicht jede Fotografie setzt zwingend ein Model Release voraus. Gerade bei geplanten Unternehmens-, Werbe-, Recruiting- oder Social-Media-Produktionen ist eine schriftliche Vereinbarung jedoch dringend zu empfehlen, weil sie Inhalt und Umfang der gestatteten Nutzung dokumentiert.

Reicht die Zustimmung zum Fotografiertwerden aus?

Nicht unbedingt. Die Zustimmung zur Herstellung einer Aufnahme beantwortet nicht automatisch die Frage, wo, wie lange und zu welchen Zwecken diese später veröffentlicht und verwendet werden darf. Genau diese Punkte sollte ein Model Release regeln.

Darf ich mit dem kostenlosen Model Release auch KI einsetzen?

Das Muster erlaubt KI-gestützte technische Bearbeitungen. Synthetische Darstellungen, digitale Avatare, Face-Swaps oder künstliche Stimmen des Models werden dagegen ausdrücklich nicht pauschal freigegeben. Hierfür sollte eine gesonderte Vereinbarung geschlossen werden.

Darf das Model Release von hoesmann.legal kostenlos verwendet werden?

Ja. Das Muster kann kostenfrei verwendet und an die konkrete Produktion angepasst werden. Voraussetzung für die kostenlose Nutzung ist, dass der Hinweis auf hoesmann.legal erhalten bleibt.

Aufsatz: Model Release und Recht

 

Model Release und Recht – Aufsatz in dem Magazin „der bildbearbeiter“

Veröffentlicht in Fotografie.

Wenn es um Verträge, Abmahnungen oder Ihr Business geht, wird es schnell rechtlich komplex. Rechtsanwalt Hoesmann berät seit fast 20 Jahren Unternehmen und Kreative im Medien-, Urheber- und Wirtschaftsrecht – klar, pragmatisch und lösungsorientiert.